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Die Natur um Ypern

Geschichte

Der Palingbeek gehört zu der bewaldeten Hügelreihe, die ab dem Hügelland bis in Zonnebeke durchläuft. Das Regenwasser, das im Westen dieser Hügel fällt, fließt über die Ieperlee in die Ijzer. Das Regenwasser von der Ostseite sucht seinen Weg in die Leie und daraufhin in die Schelde. Der Palingbeek liegt also an der Wasserscheide zwischen dem Ijzer- und dem Scheldebecken.

Durch die industrielle und technische Expansion im 19. Jahrhundert suchte man eine Verbindung zwischen der Ijzer und der Leie. Durch die neue Verbindung sollte Ypern einen guten Anschluss zu den Industriegebieten in Nordfrankreich und im Hennegau bekommen. Man würde der Strecke des Palingbeek folgen, um 18 km zu überbrücken. Der Palingbeek war zu dieser Zeit ein Bach mit Quelle in Voormezele, der die Leie im Südwesten von Komen (Comines) erreichte.
Nach einem ersten leidenschaftlichen Versuch, einen Tunnel anzulegen, beschloss man 1912, einen Kanal mit Schleusen zu graben. Aber die Abhänge, die mit armiertem Beton verstärkt wurden, stürzten ein. Später verschwand auch die Brücke im neuen Kanal.

Im Ersten Weltkrieg lag der Palingbeek an der Frontlinie, inmitten des Ypernbogens, den die englischen Truppen hartnäckig verteidigten. Der höchste Punkte wurde ‚The Bluff' genannt, bei den Deutschen als ‚Die große Bastion' bekannt. Diese Stelle wurde mehrere Male durch eingegrabene Minen beider Heere getroffen. Auch die große Minenschlacht, die Schlacht bei Mesen am 7. Juni 1917, hat Spuren im Palingbeek und seiner Umgebung hinterlassen, wie zum Beispiel den Caterpillar Crater und Hill 60.

Die Provinzialdomäne De Palingbeek ist heute rund 230 ha groß. Das Gebiet besteht aus dem Molenbos (Mühlenwald), den Vierlingen und dem alten Kanal. Man kann sich im Besucherzentrum, bei der Sternwarte Astrolab Iris und am Biobauernhof umsehen.

Der Palingbeek ist ein Wanderparadies. Die Wanderwegekarte Ypernbogen oder das Taschenbuch ‚Geschichten für unterwegs' können dabei ein Leitfaden sein.